Lebenslauf
1955geb. in Recklinghausen
1981 - 1985Grafik-Studium Merz Akademie Stuttgart
1982Verbindung z. Künstlergruppe Experiment Stuttgart
1986Sommerakademie Salzburg
1988 - 1990Akademie Remscheid
1993 - 1999Europäische Kunstakademie Trier

Dorette Polnauer lebt und arbeitet in Zemmer bei Trier.
Sie arbeitet seit 1981 als freiberufliche Künstlerin mit Lehrtätigkeiten an mehreren Orten Deutschlands, in Italien, der Schweiz und Ägypten.
Einer der Schwerpunkte Ihres bildnerischen Schaffens liegt in der Umsetzung von Themen der farbsymbolischen Wahrnehmung der Außenwelt und der Befindlichkeit von Menschen in spezifischen Lebenssituationen.

Einzelausstellungen seit 1984Gruppenausstellungen bis 2004

Galerie Harlekin, Gottmadingen
Rathaus Leonberg,
Kunstverein Korntal-Münchingen,
Rathaus Haigerloch,
Galerie Naturale Lanzarote,
Kulturverein Ditzingen,
Galerie u. Buch, Mannheim,
Brüderkrankenhaus Trier,
IG-Medien Lage Hörste,
Landratsamt Merzig
Kulturamt Saarbrücken,
Galerie Dogan, Schönecken,
TUFA Trier,
Synagoge Schweich,
Alter Bahnhof Neulußheim,
Kloster Heiligkreuztal,
Epilepsieklinik Kork/Kehl
Kleiner Kunstbahnhof Eschenau,
Kulturamt Bad Mergentheim,
Rechtsanwälte Ladwig und Koll.Stuttgart,
Europ. Rechtsakademie Trier,
Burg Dreis in Dreis-Brück
Galerie arteform, Speicher

Galerie der Künstlergruppe -
Experiment Stuttgart
Galerie Hohenfelde Hamburg
zur 6. Hamburger Frauenkulturwoche
Kulturamt der Stadt Stuttgart -
Veränderungen unserer Landschaft
Kunstverein Backnang
Galerie der Stadt Esslingen
Galerie "M" Berlin - Versunkene Welten
Galerie Palais Walderdorff "La Mosella" Trier
Plaidter Kunstpreis
Galerie Raab, Fulda
Galerie im Wilhelm Kempf Haus,
Wiesbaden-Naurod
Jahresausstellung Kulturwerkstatt Trier

MitgliedschaftenBBK Köln, Gedock Heidelberg, Verdi, VG Bild Kunst
Öffentliche Ankäufe
Seit 1995Buchillustration: "Werde Du", W. Sprenger Angewandte Gedichte u. Schleichweg zum Ich "Licht Flügel Schatten" Senghaus/Polnauer
Seit 1990Regierungspräsidium Stuttgart
Genossenschaftsakademie Stuttgart
Hotelkette W. Loebert, Sindelfingen
Landratsamt Merzig
Seit 1983Dozentin für Malerei an verschiedenen Bildungseinrichtungen wie Volkhochschulen, Ev.- u. Kath. Einrichtungen in Trier, Stuttgart, Ostfildern, Konz, Merzig, Italien, Schweiz, Ägypten

3 Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch meine Malerei

1. Die Spirale

Die Spirale ist ein vorherrschendes Symbol in der Kunst der Frühen Menschen. Sie findet sich im eiszeitlichen Europa ebenso wie bei den San-Buschmännern/-frauen im südlichen Afrika. Sie tritt zum erstenmal im 7. Jahrtausend v. u. Zeit in Südosteuropa auf.

Die der Spirale innewohnende Lebenskraft kommt besonders lebhaft in Darstellungen zum Ausdruck, in denen sie Pflanzenform annimmt und Blätter aus ihr hervorsprießen. Die rotierende Kraft der Spirale regt Bäume und Pflanzen an, sich zu entfalten, Keime zu treiben und zu wachsen. Beispiele dafür sind aus Malta und Kreta bekannt.

Auf meinen verschiedenen Studienreisen nach Malta und mehrfach nach Afrika und Australien bin ich auf der Suche nach diesem Symbol und drücke es auf meine Weise in meinen Bildern aus.


2. Kleid und Einrahmung

Hemd - Kleid - Verkleidungen, Kleid - Häute sich ihr entlegen, verkleiden, die alte Haut ablegen. Fragen - wer bin ich - wer möchte ich sein, symbolisieren für mich diese Hemden. Das Hemd soll aber nicht nur als weibliche Form verstanden werden, es ist auch als Schutz, des nicht zeigen wollen, wer wir wirklich sind, zu verstehen. Die Einrahmung soll der "eine" Ausschnitt sein, der ein Ausschnitt, Fenster des Lebens sein kann. So hat sich das Wortspiel "Farbhäutung" für mich gebildet.

Ein Zitat von Joseph Beuys begleitet mich schon lange....

      Das Kleid ist eine Hülle,
      die muß aber transparent
      sein und muß offen legen,
      was im Innern der menschlichen
      Seele sich vollzieht


3. Die Farbe Rot

Bis zur franz. Revolution bestimmte in Europa eine Kleiderordnung, wer was und welche Farben tragen durfte. Reine Farben waren ausschließlich den Reichen aus dem Adelstand vorbehalten. Die Gewinnung der reinen Farben aus Naturfarbstoffen war außerordentlich schwierig, da die gängigen Farbstoffe wie Krapp kein feuriges Rot hervorbrachten, das sehr begehrt war. Erst durch komplizierte Färbeverfahren, z.B. die Herstellung von Scharlachrot (siehe Cochenille-Laus) oder von Türkischrot aus (Krapp-Pflanze) gelang es, intensive Rottöne zu erreichen.
Im Mittelalter war es den Adligen vorbehalten, rote Mäntel zu tragen.

Für mich ist die Farbe "Rot" Ausdruck von Leben und Kraft, Liebe und Erotik.

So verbindet sich die Farbe Rot mit dem Kleider- und Spiral-Thema für mich. Ich verwende vorzugsweise die "reine Farbe" in meinen Bildern, die ich aus Pigmenten selbst herstelle und mit Asche und Sand vermische.